Deutsche Opernkonferenz übernimmt
Götz-Friedrich-Preis



Der renommierte Götz-Friedrich-Preis kann mit Preisträgern wie Franziska Severin, Stefan Herheim, Sebastian Baumgarten, Benedikt von Peter, Elisabeth Stöppler und jüngst Yuval Sharon oder Mizgin Bilmen eine stolze Reihe junger Opernregisseure präsentieren, deren Karriere durch den Preis einen kräftigen Anstoß bekommen hat.

Der große Regisseur Götz Friedrich hatte den Preis gestiftet, um den besonders Begabten unter dem Nachwuchs eine Chance zu geben. Die lange Zeit der niedrigen Zinsen bringt Stiftungen jedoch in Schwierigkeiten: Wenn das Stiftungskapital nichts mehr abwirft, können weder Preisgelder noch die notwendigen Reisen der Jurymitglieder bezahlt werden.

Die Deutsche Opernkonferenz – der Zusammenschluss der großen Häuser im deutschsprachigen Raum – hat sich daher entschlossen, die Finanzierung des
Götz-Friedrich-Preises zu übernehmen. Als Preis der Deutschen Opernkonferenz wird er in Zukunft in zweijährigem Rhythmus von einer Jury aus vier Opernintendanten unter Vorsitz von Bernd Loebe von der Oper Frankfurt vergeben. Weitere Jury Mitglieder sind Andreas Homoki von Opernhaus Zürich, Barrie Kosky von der Komischen Oper Berlin und Christoph Meyer von der Deutschen Oper am Rhein. Fünftes Mitglied der Jury ist der neue Geschäftsführer des Götz-Friedrich-Preises, Bernd Feuchtner. Junge Regisseurinnen und Regisseure können sich ab sofort bewerben über www.goetz-friedrich-preis.de.


Die Götz-Friedrich-Stiftung gibt die Preisträger der Spielzeit 2016/17 bekannt:

Den mit 5.000€ dotierten Götz-Friedrich-Preis bekommt Mizgin Bilmen für ihre Inszenierung von Marc-André Dalbavies Oper „Charlotte Salomon“ (deutsche EA) am Theater Bielefeld.

Den Studio-Preis, dotiert mit 2.500€, erhält Anna Drescher für die Inszenierung von Udo Zimmermanns „Weisse Rose“ am Theater Orchester Biel Solothurn
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Die Preisgelder wurden, wie auch in den vergangenen Jahren, von der Gasag gestiftet.

Die Preisverleihung fand am 2. November 2017 um 20 Uhr im Wappensaal des Roten Rathauses in Berlin-Mitte statt.