Mizgin Bilmen

aufgewachsen im Arbeiterproletariat der Gastarbeitergeneration in Duisburg-Hochfeld, studierte zunächst Literaturwissenschaft an der TU Dortmund, ab 2010 trat sie eine Hospitanz am Theater an der Ruhr bei Roberto Ciulli an, wo sie einschneidende und prägende Erlebnisse hatte. Daraufhin studierte sie an der Folkwang Universität der Künste SchauspielRegie, was im Mai 2011/12, glücklicherweise durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes finanziell und ideell gefördert wurde.

Im Rahmen des Studiums hat sie insgesamt neun Arbeiten veröffentlicht, dessen Kern in der analytischen
Auseinandersetzung des Verhält- nisses des Einzelnen zur Gesellschaft und umgekehrt bis heute liegt. Die Frage nach gesellschaftlichen Mechanismen, die das Verhalten des Einzelnen verändern und die Frage nach der Zeit, die wir er- und leben bilden bei Mizgin Bilmen ein zeitloses Spannungsfeld. Unmittelbar nach ihrer Diplominszenierung
autopsie danton, nahm sie ein Engagement als Regieassistentin am Maxim   Gorki Theater Berlin an.

Im Mai 2014 erhielt sie für autopsie danton die Einladung zum Körber Studio Junge Regie in Hamburg. Im Maxim Gorki Theater entwickelte sie eine eigenständige Arbeit mit Jugendlichen in Berlin-Schöneberg und übernahm zwei szenische Einrichtungen, bei dem die Leiterin des REGIEstudios, des Schauspiel Frankfurt aufmerksam wurde und ihr In der Spielzeit 2014/15 ein einjähriges Engagement am REGIEstudio des Schauspiel Frankfurt angeboten hat. Dort konnte Mizgin erstmals eine eigene Spielzeit vorbereiten mit dem Titel vom oper zum täter zum attentäter. In der BOX des Schauspiels präsentierte sie zwei Produktionen (Ewald Palmetshofers HELDEN und Heiner Müllers DER AUFTRAG-Erinnerungen an eine Revolution) und beendete ihre Spielzeit an den Kammerspielen des Schauspiels mit ihrer letzten Premiere EXIT:LULU.

Seit der Spielzeit 2015/16 arbeitet MIzgin Bilmen an verschiedenen Theatern und inszenierte ihre erste Oper am Theater Bielefeld CHARLOTTE SALOMON, die im Januar 2017 premierte. Im Mai 2017 fand ihre Premiere von ANTIGONE am Theater Bamberg statt und die künftigen Poduktionen werden nun vorbereitet. Im November gibt es eine szenische Lesung des Romans von Nazim Hikmet
DIE ROMANTIKER am Theater Basel, darauf folgt eine Performance in Bochum DeutschlandShorts, im Dezember beginnen die Proben am Konzerttheahter Bern zu Ingeborg Bachmanns Roman MALINA und Ende Januar probiert sie ihre zweite Oper am Theater Bielefeld von Richard Wagners RHEINGOLD, die am 3. März ihre Premire freiern wird.


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